Ambulante Geburt

Ambulant entbinden heißt, dass Sie und Ihr Baby ein paar Stunden nach der Geburt von der Klinik nach Hause in Ihre vertraute Umgebung zurückkehren. Voraussetzung ist natürlich, dass es Ihnen und Ihrem Kind gut geht.

shutterstock_7413676Wenn Sie eine ambulante Geburt planen, erfordert dies bereits in der Schwangerschaft etwas Organisation:

  • Die Hebamme muss engagiert werden – möglichst schon um die 30. Schwangerschaftswoche oder früher.
  • Sie sollten zumindest für die erste Woche nach der Geburt eine Hilfe für den Haushalt organisieren – dies kann jemand aus Ihrer Familie, aus Ihrem Freundeskreis oder auch eine Familienhelferin sein.
  • Ihre Hebamme kommt dann bereits in der Schwangerschaft zu Ihnen nach Hause. Sie vergewissert sich mit Ihnen gemeinsam, dass alles für das Baby vorbereitet ist. Bei dieser Gelegenheit können auch noch offene Fragen besprochen werden.
  • Nach der Geburt kommt die Hebamme die ersten Tage täglich und
 dann bis zu acht Wochen lang nach Bedarf, um nach Ihnen und dem Kind zu sehen.

Vorteile der ambulanten Geburt

shutterstock_7413679Die gleiche Hebamme betreut Sie durchgehend. Vor und nach der Geburt haben Sie die Möglichkeit, bei Ihrer Hebamme anzurufen, um Rat und Hilfe zu bekommen. Sie erlangen rascher Sicherheit im Umgang mit dem Kind und bei der Babypflege.

Sie erleben die gesamte wichtige (und spannende!) erste Zeit mit Ihrem Kind zu Hause in der vertrauten Umgebung. Ihr Partner und die Geschwisterkinder wachsen ganz natürlich in diese neue Situation der Familie hinein.

Stillschwierigkeiten sind viel seltener. Die Babys sind insgesamt ruhiger und ausgeglichener. Und nur sehr selten kommt es zu einem so genannten “Heultag” bei der Mutter (“Wochenbett-Blues”).

Verrechung mit der Krankenkasse bei ambulanter Geburt

  • In der Schwangerschaft: zwei Hausbesuche oder zwei Sprechstunden in der Hebammenordination.
  • Im Wochenbett: je ein Hausbesuch pro Tag in den ersten fünf Tagen.
  • Wenn es dann nötig ist (z.B. bei Problemen mit der Nabelheilung oder beim Stillen), sind insgesamt weitere sieben Hebammenbesuche/Ordinationsbesuche bis zur achten Woche nach der Geburt von den Krankenkassen vorgesehen.
  • Mit einer Kassenvertragshebamme entstehen Ihnen keine eigenen Kosten für die Hausbesuche. Wenn Sie eine Wahlhebamme für die Betreuung nach einer ambulanten Geburt engagieren, übernimmt Ihre Krankenversicherung 80 Prozent des Kassentarifs.