Hebammenpraxis

Die Hebammenpraxis wird im Volksmund auch Geburtshaus genannt. Eine Hebammenpraxis unterscheidet sich jedoch von einem Geburtshaus in dem es keine ärztliche Leitung gibt, sondern von Hebammen geführt wird.

Eine Hebammenpraxis bietet Familien eine Alternative zwischen einer Klinikgeburt und einer Hausgeburt. Es wird von Hebammen geleitet.

shutterstock_3389150In der Hebammenpraxis arbeiten Hebammen nach dem Kassen- oder Wahlhebammenprinzip, das heißt: eine Familie wird von einer Hebamme in der Schwangerschaft, bei der Geburt und im Wochenbett betreut. Diese kontinuierliche 1:1 Betreuung schafft Vertrauen und Sicherheit.

Strenge Richtlinien, wer überhaupt in einer Hebammepraxis sein Baby bekommen darf,  z.B. erst ab der 38. Schwangerschaftswoche oder nicht nach vorangegangenem Kaiserschnitt, schließen jegliche Form von Risikogeburten im Vorfeld aus. Sollte unter der Geburt oder danach einmal ärztliche Hilfe nötig sein, wird das nächstgelegene Krankenhaus angefahren.

Nach der Geburt können die Familien meist bis zu 24 Stunden im Doppelbett verweilen (ambulante Geburt) und werden dann von der Hebamme die nächsten Tage und Wochen daheim weiter betreut. Viele Hebammenpraxen bieten jedoch auch die Möglichkeit, die ersten Tage des Wochenbettes dort zu verbringen. Familien genießen die ruhige und intime Atmosphäre vor Ort.

Neben den Geburten bieten Hebammenpraxen auch häufig Veranstaltungen an. Ihr Angebot reicht von Kursen und Vorträgen wie z.B.: Geburtsvorbereitung, Geschwisterkursen, Akupunktur, Yoga, Ernährungsberatung etc. bis zu Stillgruppen, Musikgruppen, Babyzeichensprache, Spielgruppen und vieles mehr.

Die Kosten für die Geburt tragen bis zum gesetzlich festgelegten Betrag (390€) der Krankenkassen, die Kassen selbst. Die Mehrkosten müssen sie, oder ihre Zusatzversicherung zahlen. Bitte erkundigen sie sich im Vorfeld genau.

siehe auch: Kosten